Akupunkturverfahren

Wir bieten in unserer Praxis verschiedene Akupunkturverfahren an:

Koreanische Handakupunktur

1971 entdeckte ein koreanischer Akupunkteur, Dr. Yoo Tae Woo, das sich sämtliche Akupunkturpunkte des Körpers, sowie alle Meridiane und Organe in der Hand projizieren und entwickelte daraus ein neues Akupunkturverfahren.

Die Akupunktur ist ohne besondere Vorbereitung durchzuführen, da die Hände leicht zugänglich sind. Die Wirkung ist stark und setzt schnell ein, wobei kaum Nebenwirkungen auftreten – durch die Fernwirkung kann es zu keinen direkten Organverletzungen kommen.

Arten der koreanischen Handakupunktur:

  • Nadeln
  • Moxa ( Reizung durch Erwärmung )
  • Dauerreizung, z.B. mit kleinen Nadel- oder Samenpflastern
  • Elektroreize

Der Behandlungsablauf wird individuell auf den Patienten abgestimmt.

Augenakupunktur nach Boel

Die Augenakupunktur ist eine schonende Behandlung und kann auch komplementär zur Schulmedizin eingesetzt werden.

Entwicklung:

Die Augenakupunktur ist ein von Prof. John Boel (Dänemark) seit 1980 entwickeltes Akupunkturverfahren. Es entstand neben seinen lokalen Neupunkten aus der Zusammensetzung verschiedener Akupunktur Sonderformen wie

  •  dem korianischen SU – Jok mit Hand- und Fuß Punkten
  •  der NPSO nach Siener
  •  das Eciwo System nach Dr. Zhang
  •  der Ohrakupunktur

Aufgrund dieser Kombination konnte die Erfolgsquote um ein vielfaches gesteigert werden.

Erfahrungen:

Inzwischen wurden ca. 10.000 Patienten mit der Augenakupunktur behandelt. Erfolge wurden bei folgenden Krankheitsbildern verzeichnet:
• Alters- und Weitsichtigkeit
• Macula Degeneration
• Glaukom
• Erblindung infolge Gehirnschädigungen
• Augenleiden diabetischer Genese
• Renitis Pigmentosa
• Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen bis zum 20. Lebensjahr

Man geht von einer Therapieresistenz von nur ca. 10 % der Patienten aus. Es können zwar nicht alle Augenleiden vollständig geheilt werden, aber es sind Linderungen möglich oder ein Fortschreiten der Erkrankung kann verlangsamt werden.

Behandlung:

Es wird keine Nadel ins Auge gestochen!

Zur Behandlung werden bestimmte Punkte an Händen, Füßen und den Knien sowie im Bereich der Augenbrauen und ggf. an den Ohren ausgewählt, jeweils ca. 8 bis 9 Nadeln pro Sitzung.

Die Basisbehandlung besteht aus 10 Behandlungstagen á 2 Akupunktursitzungen mit einem Abstand von mindestens einer Stunde.

Spricht der Patient auf die Therapie an, erfolgen weitere Behandlungen in wachsenden Abständen, die je nach Grunderkrankung individuell festgelegt werden.

In den meisten Fällen ist es sinnvoll die Therapie mit anderen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln zu ergänzen. Diese Präparate werden individuell für den Patienten ausgetestet und zusammengestellt.

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur ist die wichtigste Behandlungsmethode der sogenannten „Aurikulotherapie“, die alle Manipulationen an der Ohrmuschel zu therapeutischen Zwecken beinhaltet. Bei der Ohrakupunktur werden empfindliche Punkte am Ohr mittels Nadelreiz stimuliert.

Die Aurikulotherapie ist, losgelöst von der chinesischen Akupunktur, eine eigenständige Methode, die zwar auch Nadeln benutzt, aber davon ausgeht, daß verschiedene Ohrregionen zu bestimmten Körperorganen zuzuordnen sind und sich letztlich so der ganze Körper auf die Ohrmuschel projeziert.

Da der gesamte Mensch, also Körper, Seele und Geist projeziert werden, sind auch die Behandlungsmöglichkeiten sehr vielfältig. Die Ohrakupunkturbehandlung wird mit Nadeln oder dem Biolaser durchgeführt.

Da durch die Somatotopien jede Körperregion und jedes Organ immer mit einem Areal an der Ohrmuschel in Verbindung stehen, ist nicht nur die Therapie möglich, sondern es kann auch Diagnostik betrieben werden, wobei eine Vielzahl von Störungen, ohne großen Aufwand, direkt am Ohr abgelesen werden kann.

Im Gegensatz zur Akupunktur ist nur ein gestörter Punkt auch nachweisbar.

Die hauptsächlichen Wirkungen entfalten sich auf den Gebieten:

  1. Schmerzbehandlung
  2. Suchtbehandlung
  3. Behandlung von Allergien
  4. Muskelentspannende Wirkung
  5. Immunstimulierende Wirkung
  6. Organische Beschweren
  7. Neurologische Erkrankungen

Moxa Therapie

Die Moxa-Therapie oder auch Moxibustion gehört zu den klassischen chinesische Heilmethoden.

Diese gezielte Wärmepunktur wird mit der angenehmen Strahlungswärme brennender Beifußzigarren, die etwas über der Hautoberfläche gehalten werden, durchgeführt. Akupunkturpunkte oder Schmerzpunkte werden gezielt behandelt, und so die
Selbstheilungskräfte des Körpers reaktiv mobilisiert.

Seit über zwei Jahrtausenden sind Akupunktur und Moxibustion charakteristische therapeutische Maßnahmen in der traditionellen chinesischen Medizin.

  • Akute und chronische Schmerzzustände,
  • Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerz, Migräne)
  • Rückenleiden,
  • Magen-Darm-Beschwerden,
  • Muskelverspannungen,
  • Erkrankungen des Sehnenapparates und Sportverletzungen

können mit der Moxa-Therapie-Methode gezielt und frei von Nebenwirkungen behandelt werden.